Altersleistungen

Deine zweite Rente: Altersleistungen aus der Pensionskasse

Die Altersrente aus der Pensionskasse ergänzt die AHV — und entscheidet mit darüber, ob du im Ruhestand deinen bisherigen Lebensstil halten kannst. Wer früh den Überblick gewinnt, kann mehr aus seiner Vorsorge machen.

Worum es geht

Viele wissen nicht, wie ihre BVG-Rente entsteht

Dabei lohnt es sich, früh hinzuschauen: Wer versteht, wie die eigene Altersrente zusammengesetzt ist, erkennt auch, wo er sie beeinflussen kann. Denn deine Entscheidungen heute wirken über Jahrzehnte.

Finde heraus, wie sich deine Altersrente zusammensetzt

Typische Fragen

Typische Fragen zur Pensionskassenrente

Die meisten machen sich Gedanken — aber viele kennen die genauen Antworten nicht. Diese Fragen sind zentral, denn deine Entscheidungen wirken langfristig.

  • Wie viel Rente bekomme ich von meiner Pensionskasse?

  • Wann beginnt die Auszahlung?

  • Was passiert bei vorzeitiger Pensionierung?

  • Was geschieht mit meinem Kapital, wenn ich gar keine Rente möchte?

  • Wie kann ich meine spätere Rente beeinflussen?

Die vier Stellschrauben

Wie sich die Altersrente zusammensetzt

Die Höhe deiner Altersrente aus der Pensionskasse hängt von mehreren Faktoren ab. Wer sie kennt, versteht, wo sich die eigene Rente überhaupt bewegen lässt.

Versicherter Lohn

Der Teil deines Jahreslohns, der nach Abzug des Koordinationsabzugs überhaupt versichert wird.

Beitragssätze

Die Höhe der Beiträge, die du und dein Arbeitgeber gemeinsam in die Pensionskasse einzahlen.

Verzinsung

Der Zinssatz, mit dem dein Altersguthaben Jahr für Jahr verzinst wird und über die Zeit wächst.

Umwandlungssatz

Der Prozentsatz, mit dem dein angespartes Altersguthaben in eine jährliche Rente umgerechnet wird.

Aktuelle Werte 2025

Die Eckwerte der beruflichen Vorsorge

Diese gesetzlichen Werte bilden den Rahmen, in dem deine Altersrente berechnet wird. Sie gelten für das obligatorische BVG und werden periodisch angepasst.

  1. 01 Koordinationsabzug
    CHF 26'460 BVG-Eckwerte 2025

    Wird vom Bruttolohn abgezogen, bevor der versicherte Lohn bestimmt wird.

  2. 02 Eintrittsschwelle
    CHF 22'680 Mindestjahreslohn 2025

    Ab diesem Mindestjahreslohn bist du obligatorisch in der Pensionskasse versichert.

  3. 03 Max. koordinierter Lohn
    CHF 64'260 Obergrenze 2025

    Der höchste Lohnteil, der im Obligatorium versichert werden kann.

  4. 04 BVG-Mindestzinssatz
    1.25 % Bundesrat, 2025

    Die garantierte Mindestverzinsung des obligatorischen Altersguthabens.

  5. 05 Mindestumwandlungssatz
    6.8 % Obligatorisches Guthaben

    Der gesetzliche Satz, mit dem das obligatorische Altersguthaben in eine Rente umgewandelt wird.

Vertiefen: zur Seite „Beitragssätze“

Vertiefen: zu „Zinssätze und Umwandlungssätze“

Zeitpunkt der Pensionierung

Ordentliche und vorzeitige Pensionierung

Das ordentliche Pensionierungsalter liegt für Männer bei 65 Jahren. Für Frauen wird das Rentenalter seit 2025 schrittweise von 64 auf 65 Jahre angehoben. Ein früherer Bezug ist möglich — aber mit Konsequenzen.

AHV-Rente

Ein Vorbezug ist ab dem vollendeten 63. Altersjahr möglich. Für Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 gilt eine Übergangsregelung mit Vorbezug ab dem 62. Altersjahr.

Pensionskassenleistungen

Die meisten Kassen erlauben einen vorzeitigen Bezug ab dem vollendeten 58. Altersjahr. Die Rente wird dabei lebenslang gekürzt — typischerweise um 5–7 % pro Vorbezugsjahr.

Reglement der eigenen Kasse prüfen

Die konkreten Bedingungen für einen Vorbezug unterscheiden sich von Pensionskasse zu Pensionskasse. Es lohnt sich, die spezifischen Regelungen deiner eigenen Kasse genau zu prüfen, bevor du dich auf einen Pensionierungszeitpunkt festlegst.

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Steuern

Besteuerung der Altersrente

Die Altersrente aus der Pensionskasse wird wie ein normales Einkommen besteuert — also Jahr für Jahr zusammen mit anderen Einkünften. Je nach Höhe und Wohnort kann das eine beträchtliche Steuerlast bedeuten.

Beim Kapitalbezug fällt hingegen eine einmalige Kapitalauszahlungssteuer an. Sie wird getrennt vom übrigen Einkommen berechnet und ist progressiv — also abhängig vom Betrag und vom Kanton.

Ein einfacher Vergleich

  • Wer sich CHF 250'000 Kapital auszahlen lässt, bezahlt je nach Kanton rund CHF 12'000 bis 20'000 einmalige Steuer.
  • Bei einer lebenslangen Rente von CHF 25'000 pro Jahr ergibt sich über 20 Jahre eine kumulierte Einkommenssteuer von deutlich mehr — oft mehr als das Doppelte.

Fazit: Die Kapitalauszahlungssteuer ist zwar auf einen Schlag spürbar — aber langfristig meist günstiger als die jährliche Besteuerung einer Rente. Eine durchdachte Planung, etwa ein gestaffelter Bezug, kann die Steuerlast zusätzlich senken.

Typische Schwächen

Herausforderungen, die zu Rentenlücken führen

Nicht alle sammeln gleich viel Altersguthaben an. Besonders häufig führen diese Faktoren zu Lücken in der Pensionskassenrente — und sie bleiben lange unbemerkt.

Teilzeitarbeit

Der koordinierte Lohn fällt oft tief aus — dadurch werden geringere Beiträge einbezahlt und es bleibt weniger Kapital.

Erwerbsunterbrüche

Wer eine Zeit lang nicht arbeitet — etwa wegen Kinderbetreuung oder Weiterbildung — sammelt in dieser Phase kein Kapital an.

Tiefer Lohn

Bei Einkommen knapp über der Eintrittsschwelle von CHF 22'680 bleibt nur ein kleiner Teil versichert.

Geschlechterungleichheit

Frauen sind statistisch häufiger von Teilzeit und Unterbrüchen betroffen — entsprechend fällt ihre Altersrente oft spürbar tiefer aus.

Handlungsspielraum

Tipps zur Verbesserung deiner Altersleistungen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deine spätere Rente gezielt zu verbessern — je nach Lebenssituation lassen sie sich einzeln oder kombiniert nutzen.

Einkauf in die Pensionskasse

Damit schliesst du Lücken und erhöhst deine Rente dauerhaft — mit zusätzlichem Steuervorteil.

Dritte Säule (3a / 3b)

Ob gebunden oder flexibel — beide Formen helfen, die Vorsorge auszubauen und steuerlich zu optimieren.

Weitere Investitionen prüfen

Zum Beispiel Immobilien, Vorsorgefonds oder andere langfristige Anlageformen mit stabiler Rendite.

Teilpensionierung nutzen

Wer gestaffelt in den Ruhestand geht, kann steuerlich und finanziell profitieren.

Zu den Optimierungsmöglichkeiten

Oft übersehen

Was viele nicht wissen

Auch wer ein ganzes Berufsleben lang einzahlt, ist nicht automatisch optimal abgesichert. Diese Punkte werden oft erst kurz vor der Pensionierung sichtbar — dann ist es für grosse Korrekturen meist zu spät.

Keine Teuerungsanpassung

Die Pensionskassenrente bleibt in der Regel gleich hoch — auch wenn das Leben Jahr für Jahr teurer wird.

Überobligatorisches zählt anders

Dieser Teil wird oft schlechter verzinst und mit tieferem Umwandlungssatz umgerechnet — das schmälert die Rente.

Kapitalbezug ist nicht risikolos

Wer das Guthaben bezieht, muss langfristig selbst für stabile Einnahmen sorgen — mit eigenem Risiko.

Lücken zeigen sich spät

Viele dieser Punkte werden erst kurz vor der Pensionierung sichtbar — frühes Hinschauen verschafft Handlungsspielraum.

Prüfe frühzeitig, ob deine Altersvorsorge reicht

Zusammenfassung

Zusammenfassung und nächste Schritte

Die Altersrente aus der Pensionskasse ist ein zentraler Pfeiler deiner finanziellen Zukunft. Doch wie hoch sie ausfällt, hängt stark von deiner Lebenssituation — und deinen Entscheidungen — ab.

Das Wichtigste in einem Satz

Je früher du hinschaust, desto besser kannst du steuern, ob dein Vorsorgekapital im Alter wirklich reicht — und desto mehr Wege stehen dir offen, deine Rente noch zu verbessern.

Erstgespräch

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