Beitragssätze

Beitragssätze: Was fliesst da eigentlich jeden Monat ab?

Wie viel du monatlich in deine Pensionskasse einzahlst, hängt nicht nur von deinem Lohn ab — sondern auch vom Alter, vom Beschäftigungsgrad und vom Vorsorgeplan deines Arbeitgebers.

Worum es geht

Diese Beiträge entscheiden mit über deine Absicherung im Alter

Was viele unterschätzen: Die monatlichen Beiträge bestimmen mit, wie gut du im Alter abgesichert bist. Wer sich früh mit dem Thema befasst, kann gezielt Einfluss nehmen — und spätere Lücken vermeiden.

Typische Fragen

Fragen, die sich viele stellen

Die meisten denken erst über ihre Beiträge nach, wenn der Vorsorgeausweis im Briefkasten liegt. Dabei lohnt es sich, die Antworten vorher zu kennen.

  • Wie hoch sind meine Pensionskassenbeiträge überhaupt?

  • Wer zahlt wie viel — ich oder mein Arbeitgeber?

  • Ändern sich die Beiträge mit dem Alter?

  • Was gilt, wenn ich Teilzeit arbeite?

  • Was passiert mit meinem Geld in der Kasse?

Wirkung des Beschäftigungsgrads im Rechner prüfen

Die Grundlage

Was sind BVG-Beitragssätze?

Die BVG-Beitragssätze bestimmen, wie viel du und dein Arbeitgeber monatlich in die Pensionskasse einzahlen. Diese Beiträge sichern nicht nur deine Altersrente, sondern auch Leistungen bei Invalidität und im Todesfall ab.

Je höher die Beiträge, desto mehr Kapital wird für deine spätere Rente angespart. Die Sätze steigen mit dem Alter, damit du über dein Erwerbsleben hinweg genügend Vorsorgekapital aufbauen kannst.

Wie sich die Beiträge zusammensetzen

Die Beiträge werden in der Regel je zur Hälfte von dir und deinem Arbeitgeber getragen — gemeinsam kommt ihr für Alter, Invalidität und Tod auf. Der gesetzliche Mindestbeitrag ist dabei nur die Basis: Viele Arbeitgeber bieten überobligatorische Lösungen an, übernehmen einen grösseren Anteil oder zusätzliche Leistungen. Es lohnt sich, das Vorsorgereglement zu prüfen oder direkt nachzufragen, welche Leistungen dir zustehen.

Sätze 2025

Beitragssätze nach Altersgruppen

In der beruflichen Vorsorge steigen die Beitragssätze mit dem Alter. Die folgenden gesetzlichen Mindestsätze gelten auf den koordinierten Lohn und werden in der Regel hälftig zwischen dir und deinem Arbeitgeber geteilt.

  • 25–34 Jüngere Versicherte

    7 %

    Quelle: Art. 16 BVG / BSV 2025 — Altersgutschrift auf dem koordinierten Lohn.

    Der Sparprozess startet mit 25 Jahren. Schon kleine Beiträge profitieren hier am längsten vom Zinseszinseffekt.

  • 35–44 Mittlere Erwerbsphase

    10 %

    Quelle: Art. 16 BVG / BSV 2025 — Altersgutschrift auf dem koordinierten Lohn.

    Mit dem ersten Anstieg wächst dein Altersguthaben spürbar schneller — oft fällt das mit höheren Löhnen zusammen.

  • 45–54 Aufbau-Höhepunkt

    15 %

    Quelle: Art. 16 BVG / BSV 2025 — Altersgutschrift auf dem koordinierten Lohn.

    In diesen Jahren wird am meisten Kapital aufgebaut. Beitragslücken aus früheren Jahren lassen sich jetzt gezielt schliessen.

  • 55–65 Letzte Sparjahre

    18 %

    Quelle: Art. 16 BVG / BSV 2025 — Altersgutschrift auf dem koordinierten Lohn.

    Der höchste Satz sichert den Endspurt. Freiwillige Einkäufe wirken hier steuerlich besonders stark.

  • Basis Koordinationsabzug

    CHF 26'460

    Quelle: Art. 8 BVG / BSV 2025 — koordinierter Lohn max. CHF 64'260.

    Dieser Betrag wird vom Jahreslohn abgezogen, bevor die Sätze greifen — er ist bereits über die AHV gedeckt.

Was das konkret für dich bedeutet

Stell dir vor, du verdienst CHF 80'000 pro Jahr. Davon wird der Koordinationsabzug von CHF 26'460 abgezogen — es bleiben CHF 53'540. Das ist dein koordinierter Lohn; nur auf diesen Betrag zahlst du Pensionskassenbeiträge. Verdienst du mehr als CHF 90'720, wird der koordinierte Lohn bei CHF 64'260 gedeckelt — alles darüber ist nicht obligatorisch versichert, hier können überobligatorische Lösungen helfen. Bei Teilzeit oder tiefem Einkommen führt der volle Abzug dazu, dass nur ein kleinerer Teil deines Lohns versichert ist.

Beiträge nach Alter und Einkommen berechnen

Selbst aktiv werden

So stärkst du deine Beitragsbasis

Wenn du deine spätere Rente aktiv beeinflussen möchtest, hast du mehrere Hebel — auch wenn die Sätze selbst gesetzlich vorgegeben sind.

Lohn und Pensum bewusst prüfen

Ein höheres Arbeitspensum oder eine Lohnerhöhung führt direkt zu höheren Pensionskassenbeiträgen — und damit zu mehr Altersguthaben.

Freiwillige Einkäufe

Beitragslücken — etwa durch Teilzeit, Erwerbsunterbrüche oder späten Berufseinstieg — lassen sich mit freiwilligen Einzahlungen schliessen. Sie sind steuerlich absetzbar.

Austausch mit dem Arbeitgeber

Erkundige dich, ob dein Arbeitgeber überobligatorische Vorsorgepläne anbietet oder bereit ist, einen höheren Beitragsanteil zu übernehmen.

Steuerliche Vorteile nutzen

Freiwillige Einzahlungen kannst du vom steuerbaren Einkommen abziehen — das führt zu einer direkten Steuerersparnis und stärkt zugleich deine Vorsorge.

Häufige Irrtümer

Was viele nicht wissen

Rund um die Beitragssätze halten sich einige Irrtümer hartnäckig — oft mit Folgen für die eigene Vorsorge.

  • „Die Beiträge bleiben immer gleich." In Wahrheit steigen die Sätze mit dem Alter — je älter du wirst, desto mehr wird einbezahlt.

  • „Mein Arbeitgeber zahlt nur das Minimum." Das stimmt nicht immer. Viele Betriebe leisten mehr als gesetzlich vorgeschrieben — vor allem bei überobligatorischen Lösungen.

  • „An den Beitragssätzen kann ich nichts ändern." Nur teilweise richtig: Über freiwillige Einzahlungen, Lohnverhandlungen oder ein besseres Vorsorgemodell nimmst du sehr wohl Einfluss.

  • Steuervorteile werden unterschätzt: Wer freiwillig in die Pensionskasse einzahlt, kann den Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen — das wirkt sich oft spürbar aus.

Zusammenfassung und nächste Schritte

Wie viel du heute einzahlst, entscheidet mit darüber, wie gut du im Alter abgesichert bist. Die Beitragssätze steigen mit dem Alter, der Lohnhöhe und dem Beschäftigungsgrad — und sind oft komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint. Wer sich frühzeitig damit auseinandersetzt, kann gezielt gegensteuern: durch Wissen, durch Fragen und durch aktive Entscheidungen.

Erstgespräch

Schauen wir gemeinsam an, wie du in der Pensionskasse stehst.

Du bist unsicher, ob du genug einzahlst? Wir ordnen deine Beitragssätze ein, zeigen mögliche Lücken auf und besprechen, wie du sie schliessen kannst. Ehrlich, verständlich und ohne Verkaufsdruck.

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